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Neue Autos braucht die Rennsaison

Das autonome Fahrzeug des municHMotorsport-Teams (Foto: Sandra Sommerkamp)
Das autonome Fahrzeug des municHMotorsport-Teams (Foto: Sandra Sommerkamp)

[25|05|2018]

Das municHMotorsport-Team präsentierte die aktuellen selbstgebauten Fahrzeugmodelle

 

Seit 2006 nimmt das municHMotorsport -Team an dem Konstruktionswettbewerb Formula Student teil und misst sich dabei mit anderen Studierenden und der Leistungsfähigkeit derer Fahrzeuge. Für die diesjährige Saison mit Events in Italien, Ungarn, Österreich, Deutschland und Spanien haben die Studierenden drei Fahrzeuge entwickelt: eines mit Verbrennungsmotor, ein Elektro-Fahrzeug sowie ein autonom fahrendes Auto.

 

Abschied mit vielen schönen Erinnerungen

Das Besondere an dem diesjährigen Rollout: Es war der letzte von municHMotorsport-Gründer Prof. Jörg Grabner, der nun in den Ruhestand geht. Seine Nachfolge übernimmt ab sofort Prof. Dr. Markus Krug.

municHMotorsport-Gründer Prof. Jörg Grabner erhielt von den Studierenden als Andenken vier Kolben aus dem Motor des letzten Verbrenners mit Vierzylinder-Motor (Foto: Sandra Sommerkamp)
municHMotorsport-Gründer Prof. Jörg Grabner erhielt von den Studierenden als Andenken vier Kolben aus dem Motor des letzten Verbrenners mit Vierzylinder-Motor (Foto: Sandra Sommerkamp)
In seiner Rede betonte Grabner, dass er vor allem den Praxisbezug für die Studierenden sehr wichtig findet: „Durch das Engagement bei municHMotorsport dauert das Studium in der Regel ein Semester länger, was sich beruflich hinterher aber mehr als auszahlt. Denn die Studierenden lernen bei dem Projekt, Probleme aus dem Weg zu räumen. Eine bessere Vorbereitung auf die Praxis gibt es nicht.“ Prof. Grabner erhielt für sein jahrelanges Engagement ein Andenken von den Studierenden: Aus dem Motor des letzten Verbrenners mit Vierzylinder-Motor, den das Team gebaut hat, erhielt er die vier Kolben.

 

Driverless, Elektro und Verbrenner

Vor der Enthüllung stellten die Studierenden-Teams die Neuerungen an den jeweiligen Modellen vor. Simon Hobmaier, der technische Leiter des autonomen Fahrzeugs, erklärte, dass im letzten Jahr, das gleichzeitig auch das erste für das municHMotorsport-Team mit einem fahrerlosen Auto war, viel Erfahrung für die diesjährige Saison gesammelt werden konnte. Derzeit feilen die Studierenden vor allem an der Hardware und nehmen zahlreiche Testfahrten vor. Dafür muss das Fahrzeug allerdings nicht immer auf die reale Rennstrecke: Eine Software simuliert eine Strecke und das Auto steuert sie, ohne wirklich zu fahren. Auf einem Monitor können die Entwickler dabei mitverfolgen, wie das Fahrzeug die virtuelle Teststrecke bewältigt und Rückschlüsse auf das Fahrverhalten ziehen. Während realer Testfahrten ist es dem Team in diesem Jahr dank Live-Telemetrie möglich, zeitgleich auf einem Tablet zu beobachten, was der Wagen macht.

 

Auch bei dem E-Auto gab es zahlreiche Anpassungen für diese Saison, die der technische Leiter Maximilian Böhle vorstellte: Vor allem wurden Optimierungen am Fahrgestell vorgenommen, durch welche die Studierenden eine deutliche Gewichtsersparnis sowie eine verbesserte Umströmung erzielen konnten. Auch die Kühlung wurde optimiert, da das Fahrzeug der vergangenen Saison immer wieder sehr heiß wurde. Zudem wurden aufgrund der zu hohen Bremsleistung im letzten Jahr die Bremsen verkleinert.

 

Der Chef des Verbrenner-Fahrzeugs, Jens Haag, dankte insbesondere den Fertigern, denn: „Sie haben es möglich gemacht, dass das Fahrzeug hier in seiner heutigen Form so stehen kann.“ Ein lustiger „Hinter den Kulissen“-Clip zeigte, wie der Schaffensprozess in den letzten Monaten lief und dass das Team viel Spaß dabei hatte.

 

Mit viel Interesse begutachteten die Gäste die selbstgebauten Automodelle des municHMotorsport-Teams (Foto: Sandra Sommerkamp)
Mit viel Interesse begutachteten die Gäste die selbstgebauten Automodelle des municHMotorsport-Teams (Foto: Sandra Sommerkamp)

Vorhang runter!

Danach war es endlich so weit: Die selbstgebauten Rennwägen feierten ihre Premiere vor Publikum. Unter frenetischem Applaus der rund 400 Gäste zogen die Teammitglieder die Tücher von den Fahrzeugen. Die BesucherInnen durften dann – natürlich hinter einer Absperrung – die Autos aus der Nähe bestaunen.

 

Für das Team beginnt die Eventphase am 11. Juli in Italien und hat ihren Höhepunkt bei der Formula Student Germany vom 6. bis zum 12. August in Hockenheim. Dann können die Studierenden und ihre Fahrzeuge zeigen, dass sich die harte Arbeit der vergangenen Monate neben den normalen Studienverpflichtungen gelohnt hat.

 

 

Bildergalerie

 

 

Mirja Fürst