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Autonomes Fahren im Bayerischen Landtag

(Foto: © VDI 2019)
(Foto: © VDI 2019)

[25|07|2019]

Großes Interesse der Abgeordneten am Thema Mobilität

 

Kurz vor der Sommerpause des Bayerischen Landtags kamen mehr als 20 Abgeordnete der Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN zum Parlamentarischen Frühstück des VDI Landesverbandes.

 

Katharina Schulze, Co-Fraktionsvorsitzende, betonte das große Interesse der Abgeordneten am Thema Mobilität und freute sich über die Chance, in diesem Gespräch das Expertenwissen der Ingenieure zu erfahren.

 

Über einen wichtigen Baustein zukünftiger Mobilitätskonzepte sprach Prof. Dr. Peter Pfeffer, Vorsitzender des Bezirksvereins VDI Süd, in seinem Impulsreferat „Automatisiertes und autonomes Fahren“.

 

Bei der kurzen Vorstellung der fünf Automatisierungsgrade des automatisierten Fahrens betonte Professor Pfeffer: „Auch viele Automobilhersteller reden davon, dass wir aktuell kurz vor Einführung der „Level 3“ stehen, in der die Fahrzeuge auf speziellen Streckenabschnitten wie Autobahnen wirklich autonom fahren sollen. Das ist wirklich ein riesengroßer Schritt, nicht nur weil die Haftung der Systeme auf die Fahrzeugfirmen übergeht. Große technische Herausforderungen sehe ich bei der so genannten Übergabezeit, in der der Fahrer vom automatischen System übernehmen muss, bei der unzureichenden Abdeckung der Mobilfunknetze und der sehr komplexen Zulassungsmodalitäten.“

(Foto: © VDI 2019)
(Foto: © VDI 2019)

 

Mit einer raschen Einführung der Level 3-Systeme ist derzeit nicht zu rechnen ist, nicht zuletzt ein psychologisches Problem. Die große Skepsis gegenüber automatisierten Systemen spiegelt sich auch in den geringen Einbauraten der automatisierten Fahr- und Parkfunktionen wie der adaptiven Abstandsassistenten.

 

Dr. Markus Büchler, Sprecher für Mobilität, und der Co-Fraktionsvorsitzende Ludwig Hartmann eröffneten die lebhafte Diskussionsrunde über die automatisierten Systeme mit der These, dass diese sich sehr viel schneller im schienengebundenen Verkehr als auf der Straße durchsetzen werden.

 

Hartmann sagte: „Die Zeitspanne bis zur Einführung des automatisierten Fahrens ist doch sehr lang. Wir Politiker müssen den Menschen auch relativ zeitnahe Lösungen anbieten. Wir diskutieren ständig über den Öffentlichen Personennahverkehr und über den Lokführermangel. Bahnsysteme aus Deutschland waren doch führend, deshalb freue ich mich richtig über Ihr Magazin „Bahntechnik“.

 

Das Gesamtkonzept entscheidet

Markus Büchler kam nochmal auf die Digitalisierung der Schiene zurück. Er äußerte
die Meinung, dass bei einem Finanzbedarf von mindestens 1,5 Mrd. Euro über einen Zeitraum von zehn Jahren, die autonomen Fahrzeugkonzepte der Automobilindustrie sehr viel früher realisiert werden würden, als die Ertüchtigung des Schienenverkehrs. Erfreulich sei hier auch die große Anzahl der Patente, denn „Wir Grünen machen uns auch Sorgen um die vielen Arbeitsplätze in der Fahrzeugindustrie und wir möchten auch, dass das Auto der Zukunft aus Bayern kommt.

 

 

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Prof. Dr. Peter Pfeffer / MK