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Feierliche Verabschiedung von Professor Dr. Michael Kortstock

[03|11|2019]

Nach mehr als 30 Jahren Tätigkeit, u.a. als Dekan der Fakultät 03 sowie Präsident der Hochschule München, steht der mehr als verdiente Ruhestand an

 

Im Sommersemester 2019 fand die letzte Vorlesung von Professor Dr. Michael Kortstock an der Fakultät 03 statt. Auf eine mehr als 30-jährige Tätigkeit an der Hochschule für angewandte Wissenschaften blickt Professor Kortstock zurück.

 

Bereits während seiner Doktorarbeit unterrichtete Michael Kortstock 1985 als Lehrbeauftragter an der Fachhochschule München, der heutigen Hochschule München. 1989 folgte die Berufung als Professor in der Fakultät für Maschinenbau, Fahrzeugtechnik, Flugzeugtechnik. Dabei setzte er sich stetig für die Fakultät und Hochschule ein: 2001 bis 2003 als Prodekan und ab 2003 als Dekan der Fakultät 03. 2006 stand Michael Kortstock als Vizepräsident für angewandte Forschung und Entwicklung mit Rat und Tat zur Seite.

 

2008 wurde er erstmalig zum Präsidenten gewählt. Die einstimmige Wiederwahl erfolgt im April 2012 und Präsident Kortstock trat seine 2. Amtszeit an der Hochschule München am 1. Oktober 2012 an.

 

Der Vorsitzende des Hochschulrates Dr. ReinhardWieczorek, ehemaliger Referent für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München, erklärte nach der Wahl: „Im einstimmigen Votum des Hochschulrats spiegelt sich die große Zufriedenheit des Gremiums mit der Arbeit des Präsidenten in den letzten vier Jahren, in denen die Hochschule München ihre Spitzenposition in der deutschen Hochschullandschaft ständig ausgebaut hat. Der Hochschulrat freut sich auf die weitere Zusammenarbeit mit Präsident Prof. Kortstock und ist überzeugt, dass die heutige Entscheidung nicht nur Kontinuität, sondern auch eine weitere gute Entwicklung der Hochschule verspricht.“

 

Zu den wesentlichen Charakteristiken von Michael Kortstocks Präsidentschaft gehörten neben Begeisterung für seine Hochschule auch seine Verlässlichkeit und sein hohes Engagement.

 

Michael Kortstock war stets bestrebt, das Profil der Hochschule als „wichtige und notwendige Alternative" zu den klassischen Universitäten zu schärfen. Dabei hatte die anwendungsorientierte Lehre auf hohem Niveau Priorität. Das Erreichen des ersten Platzes im Gründungsradar des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft hat seine diesbezüglichen Bestrebungen untermauert.

 

Professor Kortstocks Umgang mit den KollegInnen war von großer Wertschätzung geprägt. Unter seiner Leitung wurde in einem transparenten Verfahren ein Hochschulentwicklungsplan hervorgebracht. Nicht nur die zuständigen Gremien, sondern viele verschiedene Mitglieder der Hochschule waren an dem offenen und diskussionsreichen Prozess beteiligt, mit dem Resultat eines hochschulweit getragenen Konsenses. Seine Bemühungen um nicht-traditionelle Studierende - Stichwort „lebenslanges Lernen“ - sowie die Förderung des dualen Studiums waren Michael Kortstock immer ein besonders Anliegen.

 

Aber auch die angewandte Forschung und Entwicklung, die sowohl der Lehre als auch dem Wissenstransfer dient, baute Michael Kortstock weiter aus. Dabei wünscht er sich für den wissenschaftlichen Nachwuchs ausreichend gute Promotionsmöglichkeiten.

 

Als Dekan der Fakultät 03 führte er die Fakultät mit der Bologna-Reform in die Zukunft. Er erkannte, dass an Bologna und der Umstellung vom Diplom auf den Bachelor und den Master kein Weg mehr vorbeiführte.

 

Fragt man Weggefährten von ihm, beeindruckte vor allem, dass sich Michael Kortstock von nichts hat unterkriegen lassen, positiv geblieben ist und sich nicht zurückgezogen, sondern stattdessen nach vorne geblickt und auch einfach mal das Präsidentenamt angestrebt hat.

 

Ab 2016 lehrte Michael Kortstock wieder als Professor an der Fakultät 03. Auch jetzt brachte er sich positiv ein und übernahm Verantwortung. Sei es an dem Zukunftsprozess der Fakultät, wie auch bei adressatenspezifischen Interviews, in die er in seiner ganz eigenen Art nochmal viel Herzblutreingesteckt hat, ohne sich jemals in den Vordergrund zu stellen. In diesen letzten drei Jahren hat Michael Kortstock im besten Sinn des Wortes noch einmal Dienst an der Fakultät geleistet. Still, leise, aber zupackend und verlässlich.

 

Wir wünschen Michael Kortstock alles erdenklich Gute für seine neu gewonnene Zeit und seinen mehr als wohl verdienten Ruhestand!

 

 

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MK