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Wasserstoffantrieb für Kraftfahrzeuge

Integration des Hochvoltbatteriespeichers in die Unterbodenstruktur eines Elektrofahrzeugs, wo zukünftig auch der Wasserstoffdrucktank eingebaut werden soll (Bild: BMW AG)
Integration des Hochvoltbatteriespeichers in die Unterbodenstruktur eines Elektrofahrzeugs, wo zukünftig auch der Wasserstoffdrucktank eingebaut werden soll (Bild: BMW AG)

[22|04|2021]

Entwicklung von neuartigen Tankkonzepten

 

Kann der Wasserstoffantrieb einen wichtigen Beitrag zur klimaneutralen Mobilität leisten? Prof. Dr. Horoschenkoff von der Fakultät für Maschinenbau, Fahrzeugtechnik, Flugzeugtechnik der HM und sein Team sind davon überzeugt. Sie forschen an neuartigen Tankkonzepten, um Fahrzeuge mit Brennstoffzelle wirtschaftlicher zu machen.

 

Klimaneutral und quadratisch

Wasserstoff gilt als aussichtsreicher Energieträger für eine klimaneutrale Mobilität in der Zukunft. Damit die Brennstoffzellenfahrzeuge gegenüber den heutigen batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen wettbewerbsfähig werden, müssen unter anderem die Herstellkosten sinken. Die ForscherInnen der Hochschule München wollen den Wasserstofftank gemeinsam mit BMW im Sinne von Baureihensynergien dort unterbringen, wo im E-Mobil die Batterie vorgesehen ist: Im Unterboden des Fahrzeugs. Hierfür gut geeignet ist eine Quaderform. Die Konstruktion muss dabei einem Betriebsdruck von 700 bar standhalten.

 

Herausforderung Wasserstofftank

Die Speicherung des Wasserstoffs für die Brennstoffzelle in Drucktanks ist technisch sehr anspruchsvoll. Derzeit verursacht die Integration von Drucktanks aufgrund ihrer zylindrischen, sperrigen Form hohe Einbußen des Kundennutzens und der Fahrdynamik. Hier setzt das Forschungsprojekt BRYSON an, das als Zielsetzung die Entwicklung von neuartigen Drucktanks für Wasserstoff im Automobilbau verfolgt. Die Bauweise sieht eine näherungsweise quaderförmige Tankgeometrie vor, bei der eine unerwünschte Aufweitung des Tanks durch eingearbeitete Zugstreben verhindert wird.

 

Unter Leitung von Prof. Dr. Alexander Horoschenkoff arbeiten derzeit vier Studierende des Studiengangs Master of Applied Research in Engineering Sciences mit an dem Projekt.

 

 

Ralf Kastner / Julia Blabl