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„Die Zukunft ist elektrisch“

Das schnellste wiederaufladbare E-Motorrad der Welt bauen ist das Ziel der HM-Alumni Andreas Pfanzelt, Marvin Rimmele und Michael Schaurer (v. l.) (Foto: Johanna Weber)
Das schnellste wiederaufladbare E-Motorrad der Welt bauen ist das Ziel der HM-Alumni Andreas Pfanzelt, Marvin Rimmele und Michael Schaurer (v. l.) (Foto: Johanna Weber)

[20|09|2021]

HM-Alumni entwickeln einzigartige Batterie für E-Motorrad

 

Die Alumni Andreas Pfanzelt, Marvin Rimmele und Michael Schaurer studierten an der HM Ingenieurwissenschaften mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Rimmele Maschinenbau, Pfanzelt und Schaurer Fahrzeugtechnik. 2020 gründeten sie das Start-up Alpinia Motorcycles, zurzeit entwickelt das Team das Elektromotorrad Alpinia ONE. Dafür fertigten sie nun eine einzigartige Traktionsbatterie. Das Ziel der Gründer: Mit der Alpinia ONE das weltweit schnellste wiederaufladbare Elektromotorrad bauen.

 

HM: Wie kam es zur Gründung?

Marvin Rimmele: Kennengelernt haben wir uns über das Strascheg Center for Entrepreneurship. Uns hat sofort die Leidenschaft für das Motorradfahren geeint. Wir waren begeistert von der Fahrdynamik eines E-Motorrads und hatten uns überlegt, eines zu kaufen. Auf dem Markt entdeckten wir aber keines, das wir gut genug fanden. Wir dachten uns: Die Ladezeit der Batterie muss deutlich reduziert und die Reichweite erhöht werden. Schließlich haben wir uns überlegt, wo wir hier ansetzen und verbessern können.

 

Was ist das Besondere an Ihrer Batterie?

Rimmele: Sie ist effizienter als die aktuell auf dem Markt verfügbaren Batterien. Wir bieten eine drei Mal schnellere Ladezeit. Die derzeit durchschnittlich schnellste Ladezeit beträgt 45 Minuten. Zum Vergleich: Unser Prototyp kommt auf 18 Minuten, wir können aber mit dem richtigen Equipment noch auf 15 Minuten oder sogar 12 Minuten reduzieren. Außerdem haben wir die erste flüssigkeitsgekühlte Batterie im Motorrad-Bereich weltweit entwickelt.

 

Andreas Pfanzelt: Unsere Batterie hat eine Lebensdauer von 250.000 Kilometer – auf dem Markt sind es zurzeit 30.000 bis maximal 100.000 bei Top-Marken wie BMW. Fahrkomfort und Verfügbarkeit des E-Motorrads ist dabei mit unserer Batterie genauso sind wie bei einem „normalen“ Motorrad. Und sie spart natürlich CO2 ein, weil ein Fahrzeug ohne Verbrenner-Motor nachhaltiger ist.

 

Für ihr E-Motorrad Alpinia ONE entwickelten die Gründer eine flüssigkeitsgekühlte Traktionsbatterie (Foto: Johanna Weber)
Für ihr E-Motorrad Alpinia ONE entwickelten die Gründer eine flüssigkeitsgekühlte Traktionsbatterie (Foto: Johanna Weber)

 

Was sind die nächsten Schritte?

Rimmele: Unser Prototyp der Batterie ist fertig und jetzt beginnen wir die ersten Gespräche mit Motorrad-Herstellern. Wir bereiten also die Finanzierungs-Runde vor, um mehr Geld und Partner, zum Beispiel für die Montage von Alpinia ONE, zu gewinnen.

 

Pfanzelt: Das Ziel ist es, die Batterie in verschiedenen Fahrzeugklassen einsetzen zu lassen und möglichst vielen Menschen unsere Technologie anbieten zu können. Denn die Zukunft ist elektrisch.

 

Weitere Informationen zum Start-up Alpinia Motorcycles erhalten Sie auf diesen Seiten der Hochschule München. Das Geschäftsvorhaben wird finanziert durch das EXIST-Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

 

 

Das Interview führte Amanda Shala