News
FlightLab: Studierende bauen unbemanntes Flugzeug
Entwurf im Finale des renommierten „AIAA Design/Build/Fly Wettbewerbs“ in den USA
15/03/2026
Erlerntes direkt in die Praxis umsetzen: Das FlightLab, ein fakultätsübergreifendes Team von Studierenden der HM, entwickelt und baut unbemannte Flugzeuge – und stellt sich gemeinsam realen technischen Herausforderungen, wie sie im Ingenieursberuf auf junge Absolventinnen und Absolventen warten könnten.
Gearbeitet wird interdisziplinär, das Team setzt sich aus Studierenden der Luft- und Raumfahrttechnik, Elektrotechnik, Informatik und weiteren Fachbereichen zusammen. Ziel ist es, im Rahmen des „AIAA Design/Build/Fly Wettbewerbs“ ein unbemanntes Flugzeug (UAV) zu entwerfen, zu bauen und unter realen Bedingungen fliegen zu lassen.
Von Null auf 100: FlightLab im Finale des "AIAA DBF Wettbewerbs"
Der „AIAA Design/Build/Fly Wettbewerb“ des American Institute of Aeronautics and Astronautics (AIAA) zählt zu den renommiertesten studentischen Luftfahrtwettbewerben weltweit und verbindet ingenieurwissenschaftliche Theorie mit praxisorientierter Projektarbeit.
Mit ihrem Designkonzept erreichte das FlightLab 2026 gleich im ersten Anlauf die Top 100 unter insgesamt 170 Bewerbern. Damit hat sich das Team bereits für die Finalrunde qualifiziert – und für den Flugwettbewerb in den USA im April.
Was sie dort erwartet, wie sie arbeiten und warum es sich lohnt, sich in einem studentischen Projekt zu engagieren: Gründer und Projektleiter Jesaja Schinagl, im vierten Semester Luft- und Raumfahrttechnik, liefert Antworten auf die spannendsten Fragen:
Jesaja, zunächst einmal: Wie bist du zum HM FlightLab gekommen?
Die Idee zum FlightLab entstand im Laufe des Sommersemesters 2025 gemeinsam mit vier Mitstudenten. Unser Ziel war es, ein Projekt zu starten, in dem wir das im Studium Gelernte praktisch anwenden können. Gleichzeitig sollten auch Studierende aus unteren Semestern die Möglichkeit bekommen, sich auszuprobieren und erste praktische Erfahrungen zu sammeln.
Was waren bisher die größten Herausforderungen für euch?
Eine der größten Herausforderungen für uns als neues Team war die Organisation. Zu Beginn hatten wir noch keine festen Strukturen, sind aber sehr schnell auf über 20 Mitglieder gewachsen. Dadurch war es zunächst schwierig, funktionierende Abläufe und Verantwortlichkeiten zu etablieren. Mittlerweile funktioniert das jedoch sehr gut, und wir haben aus unserem ersten Projekt viel gelernt. Im Sommersemester widmen wir uns der Entwicklung und dem Bau eines Nurflüglers mit Strahltriebwerk.
Was fasziniert dich am „AIAA DBF Wettbewerb?
Der „AIAA DBF Wettbewerb“ gehört zu den wichtigsten internationalen Luftfahrtwettbewerben für Studierende. Dafür reichen Teams aus aller Welt jedes Jahr Designberichte ein und nur die überzeugendsten Konzepte qualifizieren sich für die Finalrunde. Besonders spannend finde ich, dass für eine erfolgreiche Teilnahme nicht zwingend fundiertes Fachwissen erforderlich ist. Für Top-Platzierungen natürlich schon – aber das ist für uns zunächst nicht das Hauptziel. Uns geht es vor allem darum, ein spannendes Projekt für Studierende aller Semester zu ermöglichen.
Habt ihr damit gerechnet, gleich beim ersten Versuch unter die Top-100-Teams zu kommen?
Natürlich haben wir das gehofft. Aber dass wir uns gleich beim ersten Anlauf gegen Teams von renommierten Universitäten wie Stanford behaupten konnten, macht uns schon sehr stolz. Ich freue mich wirklich sehr, unser fertiges Flugzeug beim Fly-Off im April präsentieren zu dürfen.
Wie organisiert ihr den Transport eures Flugzeugs in die USA (z. B. Koffer vs. Spezialbox)?
Für den Transport bekommen wir netterweise Unterstützung von der Wichita State University. Wir werden unseren Flieger im Vorfeld dorthin schicken. Die Uni bewahrt diesen dann bis zum Wettbewerb für uns auf.
Gibt es etwas, das du anderen Studierenden mit auf den Weg geben möchtest?
Meiner Meinung nach zahlt es sich immer aus, sich einem studentischen Projekt anzuschließen, egal ob Munich Motorsport, Hydro2Motion oder uns. Man lernt irrsinnig viel dazu, was im Studium nicht vermittelt wird.
Alles klar. Danke für das Interview, Jesaja. Und: Alles Gute fürs Finale in den USA! Wir halten die Daumen!
Interesse am Flugzeugbau in der praktischen Umsetzung? Hier geht's zum FlightLab
Weitere studentische Projekte finden Sie hier